Der Krieger

 

 

 

 

Man sieht ihn oft

und immer anders.

So ist es doch derselbe Schein.

 

 

 

Die gleiche, ruhige Atmosphäre,

in der ein kleines Feuer

mit großer Kraft unlösbar brennt.

 

 

 

Der Blick ist feurig,

zugleich milde.

Er spiegelt Freiheit

und den Himmel,

der ewig keine Grenzen hat.

 

 

 

Man spürt die Kraft aus seiner Mitte,

doch geht er ruhig mit leisem Schritte.

 

 

 

Ob hier oder in anderem Bunde,

er nutzt die Zeit,

ehrt jede Stunde.

 

 

 

Man könnte meinen, dieser "Wilde"

führt führt etwas Schräges hier im Schilde.

 

 

 

Doch weiß er besser als manch Anderer,

was wichtig und zu achten ist.

 

 

 

Um seine Haltung aufzurichten,

wird er gern auf viel verzichten.

 

 

 

Eine Stimme sagt ihm leise,

dass auf diese Art und Weise

er geht sicher auf die Reise.

 

 

 

Wie oft doch, trübt der Schein die Augen

und lässt die vielen Menschen glauben,

das Glück sei zu besitzen.

 

 

 

Er selber ehrt die Macht der Meister,

die ebenso die Himmelsgeister,

als Lehrer seh'n in ihrem Tun,

doch selten zeigen ihren Ruhm.

 

 

 

Er weiß, dass Liebe Stärke ist,

durch nichts hier zu durchbrechen.

So wird er auch im ärgsten Fall

auf keine Art sich rächen.

 

 

 

Und sind die Karten noch so schlecht,

er bleibt voll Ehre stets gerecht.

Denn nur Mitgefühl und Liebe

führ’n im Endeffekt zum Siege.

 

 

 

Er hat hier enorme Pflichten,

die sich bezieh’n auf alle Schichten.

 

 

 

Er spürt und weiß, dass er geschickt,

um ehrenvoll zu helfen.

 

 

 

Es geht um mehr, als viele ahnen.

Weit verzweigt sind seine Bahnen.

 

 

 

Die Augen dürfen fest geschlossen,

das Herz ganz weit geöffnet sein.

Das Vertrauen eines Kindes

gibt dem Wesen seinen Schein.

 

 

 

Die Pforten werden kurz geöffnet,

um solch Armeen hinaus zu senden,

mit diesem seltenen Privileg.

 

 

 

Sie sind geschickt, um hier zu lernen,

zu helfen und zu sein.

Sie bringen dar, wie sie erhielten,

den hellen, weißen Schein. 

 

 

 

Ihr Name ist des Kriegers gleich,

doch Liebe ist ihr Heimatreich.

 

 

 

Sie sind gekommen, werden führen

und ein riesiges Feuer schüren.

 

 

 

Sie entflammen all die Herzen, 

die ziellos noch im Schatten steh’n.

Vertreiben jede Art von Schmerzen

und werden mit der Sonne geh’n.

 

 

 

Sie bringen Hoffnung und das Leben,

egal, wo sie auch sind zugegen.

 

 

 

So wird auch jedes Wesen seh'n,

dass sie nicht vor dem Ende geh'n.

 

 

 

Sie sind bekannt durch viele Namen,

doch einer gibt dem Bild den Rahmen.

 

 

 

Das Licht ist ihre reinste Form,

im Alltag Einfachheit die Norm.

Der Mut, ihr ewiger Gefährte,

der die Kraft zum Kämpfen schenkt

und die Hand des Schwertes lenkt.

 

 

 

Die Liebe ist ihr Führer,

ihnen stets die Richtung weist.

Der Name ist nur einer,

den niemand je vergisst.

 

 

 

Such tief im eigenen Herzen

und fühl, was du vermisst.

 

 

 

Dann erkennst du auch das Höchste.

 

 

 

Wer du wirklich bist.

 

 

 

 

© Christian Mark Bauer, München 2009